
Juwelen der christlichen Trauermusik in Eschwege und Germerode
Der November ist traditionell der Monat des Totengedenkens, und so gestaltete der Kammerchor der Kantorei Eschwege am ersten Wochenende des Monats in der Marktkirche Eschwege und in der Klosterkirche Germerode jeweils ein Konzert mit drei „Juwelen“ der christlichen Trauermusik. Eröffnet wurden die Konzerte mit Bläsermusik von William Brade, gespielt von einem Barockbläser-Ensemble unter Leitung von Kantor Andreas Batram.
Es folgten die „Funeral Music for Queen Mary“ von Henry Purcell, die selten zu hörende Motette „O Jesu Christ, meins Lebens Licht“ von J. S. Bach und – als Hauptwerk des Abends – die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz.
Ergreifend klang der Marsch der Bläser und der großen Trommel, aber auch die Motetten auf Texte aus dem biblischen Buch „Hiob“ in Purcells „Funeral Music“, tröstlich der ruhige Strom des Choralgesangs in Bachs Motette, geprägt durch den Klang der Barockbläser und vor allem des Zinks, berührend die gedankliche und musikalische Tiefe der „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz.
Der Kammerchor der Kantorei, das Vokalsolisten-Ensemble und die Instrumentalistinnen erlebten unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Susanne Voß ein beglückendes Wochenende des gemeinsamen Musizierens und schenkten dem Publikum eine Stunde des musikalischen Totengedenkens.
